So klappts mit den Vorsätzen im neuen Jahr besser

Jedes Jahr an Neujahr fassen wir die gleichen Ziele ins Auge: Wir wollen sportlicher werden, abnehmen und endlich mit dem Rauchen aufhören – am besten sofort. Das neue Jahr ist für uns ein Stichtag, Veränderungen endlich anzupacken. Ehrgeizig fangen wir an und hören im Februar prompt wieder auf. 90 Prozent aller Vorsätze scheitern, weil wir zu viel auf einmal wollen und uns unrealistische Ziele setzen.

Wie lang halten die guten Vorsätze?

Laut Statista schaffen zwei Drittel der Menschen nicht, ihre guten Vorsätze langfristig einzuhalten.
Bei 27 % klappt es zwar immerhin mehr als zwei Monate, aber nur 20 % sagen, dass sie ihre Vorsätze gar nicht brechen.
14 % hatten sich überhaupt nichts vorgenommen für das neue Jahr.

Wie kann man seine Vorsätze durchhalten?

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und das meist nicht ohne Grund: Unsere Gewohnheiten machen uns das Leben leichter und angenehmer. Doch mit diesen Gewohnheiten zu brechen ist ein schwieriger, mentaler Kampf mit dem eigenen Gehirn. Aber wenn man diesen Kampf gewinnt, dann sind Vorsätze plötzlich keine Vorhaben mehr, an die man sich regelmäßig selbst erinnern und zu denen man sich ermahnen muss, sondern es sind Gewohnheiten geworden, die wir automatisch machen, ohne groß darüber nachzudenken.
Dabei ist es noch nicht einmal wichtig, wirklich jeden Tag daran zu denken. Wenn man mal ein oder zwei Tage aussetzt, macht das nichts aus. Nur längere Pausen können dazu führen, dass der Automatismus erst sehr viel später einsetzt. In der Regel dauert es fünf bis sechs Anläufe, bis man seinen Vorsatz langfristig einhält. Also lässt man sich von ein paar Ausrutschern nicht frustrieren und versucht es einfach nochmal.
Ganz unproblematisch ist es aber sicherlich trotzdem nicht, deshalb haben wir ein paar Tricks, die bei der Umsetzung hilfreich sein können:

Konzentriert euch auf ein bis zwei realistische Ziele!

Zu viele Vorsätze sorgen für Stress, und Stress sorgt dafür, dass man sich nicht mehr auf seine Vorhaben konzentrieren kann. Fokussiert euch daher nur auf ein bis zwei Vorsätze gleichzeitig. Natürlich müssen die Ziele auch realistisch sein: Es ist eher unwahrscheinlich, dass ein 120-Kilo-Schwergewicht in einem Jahr eine 60-Kilo-Feder wird. Und sich strikte Verbote aufzuerlegen, wie gar keinen Alkohol mehr trinken oder gar keine Schokolade mehr essen, führt auch in den seltensten Fällen zum Erfolg.

Vorsätze genau benennen

Einfach nur zu sagen, man möchte sich gesünder ernähren, ist zu allgemein. Was genau versteht Ihr unter gesunder Ernährung? Möchtet ihr jeden Tag eine Handvoll Obst essen? Oder zweimal die Woche auf Fleisch verzichten? Will man lieber mehr selber kochen statt immer nur Fast Food zu kaufen? Je spezifischer das Ziel ist, desto besser können wir darauf hinarbeiten.

Setzt euch sich Teilziele

Wenn das Ziel ist, mehr Sport zu treiben, dann kann man als ungeübter Sportler nicht von heute auf morgen einen Marathon laufen. Setzt daher realistische Etappenziele. Zum Beispiel könnte man damit beginnen, 1 bis 2x pro Woche joggen zu gehen. Nach drei Monaten sollte dann eine Strecke von 10 km ohne große Anstrengung zu schaffen sein. Und bis zum Ende des Jahres dürfte sich die tägliche Joggingrunde am frühen Morgen als neue Routine fest im Alltag verankert haben. Je mehr Etappenziele, desto besser!

Legt einen Plan B bereit!

Wenn Zeitverzögerungen, unerwartete Hindernisse oder sonstige Außerplanmäßigkeiten auftreten, sollte man eine Alternative parat haben. Wer es durch länger andauernde Meetings nicht rechtzeitig zum Sportkurs schafft, der kann sich ein Gymnastikprogramm für Zuhause überlegen.

Sucht Euch Verbündete!

Oft fällt es leichter, wenn man noch ein oder zwei „Leidensgenossen“ hat, die dasselbe Ziel vor Augen haben und in einem schwachen Moment Rückhalt bieten können. Ihr möchtet mit dem Rauchen aufhören? Vielleicht hat ein Kollege oder eine Kollegin dasselbe Ziel.

Fazit!

Formuliert eure Wünsche und Vorsätze möglichst konkret und stellt sie euch vor!
Setzt euch Teilziele, um eure Vorsätze zu erreichen. Netter Nebeneffekt sind kleine Erfolgserlebnisse für zwischendurch!
Schließt selbst einen Vertrag mit euch – haltet die Vorsätze und Wünsche schriftlich fest.
Und ganz wichtig: Am besten sofort mit der Umsetzung beginnen. Jedes Aufschieben verhindert eine erfolgreiche Umsetzung eurer Vorsätze.