Das sind die wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel

In Deutschland sind Nahrungsergänzungsmittel außerordentlich populär. Allerdings ist von Seiten der Ernährungsexperten immer öfter zu hören, dass Menschen, die sich einer guten Gesundheit erfreuen und eine ausgewogene Ernährung pflegen, eigentlich keinen Mangel an Nährstoffen erleiden können – jedoch sind dabei dennoch Ausnahmen zu berücksichtigen.

Pro Jahr investieren die Deutschen über eine Milliarde Euro in Nahrungsergänzungsmittel. Allerdings geht von dem Großteil der Produkte dabei kaum ein Nutzen für diejenigen aus, die sich gesund ernähren. Findet durch die Einnahme der Säfte, Tabletten und Kapseln eine Überdosierung an Nährstoffen statt, kann die Gesundheit dadurch sogar Schaden nehmen.

Dennoch lassen sich einige Situationen und Risikogruppen ausmachen, die von einer zusätzlichen Einnahme von Mineralstoffen und Vitaminen profitieren können. Mehr Informationen darüber, welche Nahrungsergänzungsmittel wirklich sinnvoll sind, liefert die Rosenbaum Forschung sowie der nachfolgende Artikel.

Vitamin D

Von dem sogenannten Sinnenvitamin Vitamin D ist seit einiger Zeit besonders oft zu hören. Der Organismus produziert dieses Vitamin vor allem durch den Aufenthalt im Sonnenlicht. Doch auch über die Ernährung lässt sich dem Körper eine gewisse Menge Vitamin D zuführen, etwa mithilfe von Eigelb, Leber und fettigem Fisch.

Wissenschaftlich bewiesen ist heute bereits, dass das Vitamin D maßgeblich zur Stabilität der Knochen und der Zähne beiträgt. Geeignet ist es daneben auch, um Osteoporose vorzubeugen und die Krankheit zu behandeln. Dass das Vitamin jedoch auch in der Lage ist, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen, Diabetes und Krebs zu verhindern, konnten die Forscher noch nicht eindeutig beweisen.

Menschen, die sich in den Sommermonaten ausreichend in der Sonne aufhalten, verfügen in der Regel über ein ausreichendes Vitamin D-Depot für den dunklen Winter. Diejenigen, die jedoch auf einen sehr hohen UV-Schutz angewiesen sind oder sich überhaupt nicht in der Sonne aufhalten, könnten von der Supplementierung mit Vitamin D dagegen durchaus profitieren. Ein Mangel an Vitamin D tritt darüber hinaus besonders häufig bei Menschen im fortgeschrittenen Alter auf.

Kalzium

Vor allem die Zahn- und die Knochengesundheit erfahren durch eine ausreichende Versorgung mit Kalzium große Vorteile. Wichtige Funktionen nimmt der Mineralstoff allerdings auch für die Nerven, die Muskeln und die Blutgerinnung ein.

Es lassen sich grundsätzlich viele Lebensmittel finden, die große Mengen an Kalzium enthalten – dies gilt besonders für Milchprodukte. Zu berücksichtigen ist außerdem, dass viele Kalziumpräparate, die im Handel angeboten werden, eine zu hohe Dosierung aufweisen.

Die potentiellen Risikogruppen für einen Mangel an Kalzium bestehen in Menschen, die älter als 65 Jahre alt sind, Frauen, die ihre Wechseljahre bereits durchlebt haben, Personen mit Laktoseintoleranz und Veganern.

Magnesium

Im Bereich der Nahrungsergänzungsmittel erfreut sich das Magnesium der größten Beliebtheit. Beteiligt ist dieser Mineralstoff an einer einwandfreien Funktion der Nerven und der Muskeln sowie des Energiestoffwechsels.

Liegt ein Mangel an Magnesium im Körper vor, zieht dies häufig Ermüdungszustände und Muskelkrämpfe nach sich. Allerdings ist die Einnahme von entsprechenden Nahrungsergänzungsmitteln im Grunde kaum nötig, wenn der Ernährungsplan viele Vollkornprodukte und große Mengen an Gemüse umfasst.

Im fortgeschrittenen Alter kommt ein Magnesium-Mangel jedoch recht häufig vor. Daneben ist die zusätzliche Einnahme von Magnesium sinnvoll, wenn der Körper übermäßig viel Flüssigkeit verliert, beispielsweise durch Abführ- oder Entwässerungsmittel.