Neuer Rekord beim Vorlesetag 2016

Im ganzen Land hieß es am 18. November dem Vorlesetag 2016 wieder: Deutschland liest vor! Über 130.000 Vorleserinnen und Vorleser nahmen am 13. Bundesweiten Vorlesetag teil. Das waren circa 20.000 mehr als im Vorjahr. Eine echte Meisterleistung wie ich finde. Die Initiatoren des Vorlesetags, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung, sowie die ZEIT wollten mit dem Aktionstag ein Zeichen für das Lesen setzen und Freude am (Vor-)Lesen wecken. So soll die Lesekompetenz gefördert und Bildungschancen eröffnet werden.

Der Vorlesetag

Der Bundesweite Vorlesetag  findet seit 2004 jedes Jahr am dritten Freitag im November statt und gilt heute als das größte Vorlesefest Deutschlands. Der Bundesweite Vorlesetag will ein Zeichen für das Vorlesen setzen und so Freude am Lesen wecken. Die Vorleser an diesem Aktionstag zeigen mit viel Leidenschaft, ehrenamtlich und unentgeltlich, wie schön und wichtig vorlesen ist. Ziel ist es, Begeisterung für das Lesen und Vorlesen zu wecken und Kinder bereits früh mit dem geschriebenen und erzählten Wort in Kontakt zu bringen.

Das Konzept 

Jeder, der Spaß am Vorlesen hat, liest an diesem Tag anderen vor – zum Beispiel in Schulen, Kindergärten, Bibliotheken oder Buchhandlungen. Auch an ungewöhnlichen Vorleseorten finden Aktionen statt: im Riesenrad, im Flugzeug, in einem Tierpark, in Museen oder als Guerilla-Variante auf einer viel befahrenen Kreuzung – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Vorlesestudie 2016 – Was wünschen sich Kinder?

Studie zeigt: 9 von 10 Kindern lieben das Vorlesen / Besonders Kinder, denen wenig vorgelesen wird, wünschen es sich öfter / Ein Drittel der Eltern liest zu selten vor. Das Ergebnis ist eindeutig: 91 Prozent der Kinder in Deutschland gefällt es gut, wenn ihnen vorgelesen wird. Auch bei Kindern aus Haushalten mit mittlerer und niedriger Bildung liegt dieser Wert bei 90 bzw. 86 Prozent (hohe Bildung: 94 Prozent). Kaum eine Abweichung gibt es bei Kindern, in deren Haushalt eine andere Sprache als Deutsch gesprochen wird (92 Prozent).

Fast jedes dritte Kind, dem vorgelesen wird, wünscht sich, dass dies öfter geschieht (30 Prozent). Bei Kindern, denen selten oder nie vorgelesen wird, ist es jedes zweite (49 Prozent). Darüber hinaus zeigt sich, dass Kinder ganz konkrete Vorstellungen haben, welche Geschichten ihnen besonders gut gefallen. So mögen vor allem jüngere Kinder lustige Geschichten. Für Ältere sind eine spannende Handlung und interessante Charakter wichtige Kriterien.

Die Vorlesestudien der letzten Jahre haben beispielsweise bestätigt, dass nach wie vor in 30 Prozent der Familien mit Kindern im Vorlesealter von zwei bis acht Jahren selten oder gar nicht vorgelesen wird. Ebenso lesen Väter ihren Kindern deutlich seltener vor als Mütter. Die gemeinsame Zeit des Lesens bietet Gesprächsanlässe untereinander und wird als sehr bereichernd von Kind und Eltern empfunden.

Aus den Vorlesestudien sind neue Projekte der Stiftung Lesen und der Deutschen Bahn entstanden. So z.B. auch der Vorlesekoffer „Alle Kinder dieser Welt“. Davon habe ich euch vor einiger Zeit >> hier in diesem Artikel << schon berichtet.

Ich hatte zuvor noch gar nichts vom Vorlesetag gehört, ich persönlich finde solche Aktionen immer richtig gut, denn es zeigt mal wieder, das auch mit wenigen Mitteln viel bewegt werden kann. Kanntet Ihr den Vorlesetag schon? Wird bei Euch in der Familie denn viel gelesen?

Quellen:
Stiftung Lesen Deutsche Bahn
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5 thoughts on “Neuer Rekord beim Vorlesetag 2016

  1. Also bei uns wird jeden Abend mindestens eine Gute Nacht Geschichte vorgelesen, wir wechseln uns dabei immer ab, einen Tag meine Frau den anderen Ich. Die Kinder lieben dieses Ritual und sind ganz traurig, wenn mal was dazwischen kommt.

  2. Bei uns war das ein fester Bestandteil und wenn es nach meinen Teenager gehen würde, würde ich ihr jetzt noch vorlesen.
    Solche Aktionen finde ich sehr gut und wichtig. Man merkt wie Kinder das richtig einsaugen und wollen
    Liebe Grüße

  3. Huhu Petra,

    eine echt tolle Aktion. Ich habe meinen Jungs früher auch immer total gerne vorgelesen und es genossen. Heute wollen sie meistens lieber selbst lesen, aber manchmal darf ich noch! 🙂

    Herzliche Grüße – Tati

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