Transkribieren – so geht’s richtig

Bei Interviews werden nicht selten auch Transkriptionen angefertigt. Diese zeichnen das Gesprochene schriftlich auf. Besonders wichtig ist das Transkribieren bei der Durchführung von beispielsweise Forschungsstudien jeglicher Art.

Indem man das Gesagte verschriftlicht, lassen sich Daten übersichtlich sammeln und später um einiges einfacher auswerten. Man bedenke nur mal, was es bedeuten würde, wenn man sich hunderte oder gar tausende Interviews noch ein zweites Mal anhören müsste, um die Daten auszuwerten. Indem man während des Interviews jedoch schon mitschreibt, können die daraus entstandenen Textdokumente letztlich optimal auf bestimmte Schlüsselwörter oder Zahlen abgesucht werden. So lässt sich meist eine ganze Menge Zeit sparen, wodurch man schneller zu den Resultaten gelangt.

Allerdings gibt es beim Transkribieren auch ganz bestimmte Regeln, die Transkriptionsregeln. Diese geben jedoch nicht nur vor, wie ein Transkript auszusehen hat. Ebenso vereinfachen sie den Prozess als solchen enorm. Insofern sind sie nicht nur als Regeln, sondern auch als hilfreiche Tipps zu verstehen.

Was genau macht ein Transkript aus?

Eine Verschriftlichung eines Interviews ist von vornherein schon eine enorme Unterstützung beim Auswerten von Daten. Aus diesem Grund wird sie generell meist sowieso durchgeführt, besonders bei Bachelor- und Masterarbeiten. Trotz alledem steht die Anfertigung eines Transkripts von Interviews meist sogar in den Vorgaben für diese Arbeiten. Ein bedeutender Vorteil eines Transkripts ist hier vor allem, dass dieses als Anlage zur Arbeit zur Verfügung gestellt werden kann. Innerhalb der Arbeit kann dann aus dem Transkript zitiert werden. So lässt sich für die Leserschaft nachvollziehen, wie genau bestimmte Daten zustande gekommen sind und worauf die Ergebnisse der Untersuchungen fußen.

Wie lauten die Transkriptionsregeln?

Prinzipiell sind bei der Anfertigung eines Transkripts viele Freiheiten gegeben, wie genau die Gestaltung letztendlich aussieht. Allerdings gibt es drei Punkte, die allgemein als verbindlich betrachtet werden.

Der erste ist die Kennzeichnung verschiedener Sprecher. Dies muss derart geschehen, dass man letztlich beim Lesen des Transkripts genau nachvollziehen kann, welcher Gesprächsteilnehmer gerade spricht. Dies kann beispielsweise durch “SprecherIn 1” und “SprecherIn 2” veranschaulicht werden. Etwas einfacherer gestaltet werden kann dies aber beispielsweise auch jeweils durch “I” für den oder den Interviewenden und “B” für den oder die Befragte/n.

Die zweite Transkriptionsregel besagt, dass man die Zeilen nummerieren sollte. Diese ist nicht nur sinnvoll, damit in der Arbeit aus dem Transkript zitiert werden kann. Auch lassen sich bestimmte Passagen auf diese Art und Weise sehr viel schneller wiederfinden.

Die dritte Regel beim Transkribieren bezieht sich auf eine Art Zeitmanagement. Vor allem bei sowohl wenigen längeren als auch vielen kurzen Gesprächen empfiehlt es sich, Zeitmarken zu setzen. Dementsprechend sollte es im Nachhinein um einiges leichter fallen, die Orientierung zu behalten. Auch kann man hierdurch beim Suchen nach bestimmten Stellen zusätzlich unterstützt werden.

Was kann das Transkribieren außerdem vereinfachen?

Um nie den Überblick zu verlieren, sollte man beispielsweise jedem Dokument einen Namen und ein Datum hinzufügen. Auch Audiodateien sollten mit jeweils entsprechend gleichem Namen und Datum abgespeichert werden. Vor allem beim Überarbeiten von Transkriptionen sollte außerdem immer ausreichend Zeit eingeplant werden, die auch Pausen beinhalten sollte, damit das Gehirn sich entspannen kann.