furblings

Ein alter Bekannter im Kinderzimmer

Ich hab ja nicht schlecht gestaunt als ich vor einigen Monaten mit meiner Tochter beim Fernsehen jemanden im Werbespot entdeckte, der mir verdächtig bekannt vor kam. Bis auf die absoluten Klassiker und Dauerbrenner der Spielzeugwelt, wie LEGO, Barbie oder Playmobil haben es ja nicht besonders viele Spielzeugneuheiten meiner Kindheit bis in die heutigen Spielwarenregale geschafft. Und doch, hat sich tatsächlich dieser kleine flauschige Freund neu erfunden und flimmert über den heimischen Bildschirm: der Furby!

Bekanntes Kindchenschema gepaart mit jeder Menge Technik

Ok, so ganz der alte ist der kleine Furby nicht mehr. Wo früher ein paar klimpernde, große Augen, Gezappel und ein wenig Geplapper für helle Aufruhr gesorgt haben, bedarf es heute schon etwas mehr Technik um Kinderherzen noch höher schlagen zu lassen. Ja, ich gebe es zu: Nicht nur die Kinderherzen schlugen höher. Denn, der gute alte Furby war leider nie zu Gast in meinem Kinderzimmer. Ich blickte eher neidisch in die Regale meiner Freundinnen, in denen der damalige Furby nach wenigen Tagen oft ein eher tristes Dasein erlebte. Ich hätte mich ganz sicher viel besser um den lustigen Kameraden gekümmert… Nun gut. Jetzt ist der alte Furby in neuem Gewandt mits einen bekannten großen Augen hier, heißt jetzt Furby Boom und kann weit mehr als nur süß aussehen und lustige Dinge sagen.

Verbindet man den Furby nämlich mit einer kostenlosen App, so kann man ihn jetzt nicht mehr nur noch füttern, sondern auch:

  • duschen
  • Snacks zubereiten
  • mit ihm Spielen und
  • seine Gesundheit pflegen

Dabei sind jede Menge witziger Dinge möglich. Ihr merkt schon. Ich bin ganz begeistert von der bunten Neuauflage.

Was Kinder (und auch mich) ja besonders bei der Stange hält sind Sammelaktionen aller Art. Ob nun die Sammelkärtchen im Supermarkt, Sammelfigürchen oder Ü-Eier-Figuren – wenn’s was zu sammeln gibt sind wir gerne dabei. Dieses wohl typische Verhalten von Kindern und begeisterten Eltern haben auch die Hersteller des Furby erkannt und auch hier eine Sammelaktion eingebaut. Statt Figürchen geht’s hier aber um Eier. Kleine virtuelle Furbyeier, sogenannte Furblinge oder Furblings die man ausbrüten und dann ebenso pflegen kann.

Vom Bildschirm in den Warenkorb – Eltern lassen sich so leicht beeinflussen

Ohje. Da nutzen die bösen, bösen Hersteller die Urinstinkte von Eltern aus. Da gibt es nun diese ehemals virtuellen Furblings plötzlich als niedliche kleine Flauschkugeln zu kaufen. Natürlich wieder in den diversesten Farben. Von bunt über wild gestreift, gepunktet oder glitzernd – es gibt sie in sämtlichen Variationen die ein Kinderherz begehrt. Und, ihr ahnt es schon, meine Tochter wollte natürlich so einen Furbling auch einmal in der Hand haben. Und auch die sind mehr als ein Kuscheltier. Man kann auch die kleinen Furblings mit der App verbinden und pflegen wie man es schon kennt oder aber man drückt den kleinen Spaßvögeln auf den Kopf. Dann geben Sie lustige, traurige oder komische Sätze von sich, auf die der große Furby Boom dann reagiert.

Alleine das Zusehen bei den kleinen Konversationen ist einfach witzig…

Happy End für Mama und Kind

Ist es nicht schön, wenn wir uns im Erwachsenenleben Träume erfüllen können, die uns im Kindesalter ganz besonders verfolgt haben? Und wenn wir diese Träume dann auch noch mit unseren Kindern ausleben können?

Ja wir sind nun eine glückliche Familie. Eingezogen sind bei uns der Furby Boom und zwei kleine Furblings, die von den Kindern glücklich durch die Wohnung geschleppt werden, immer wieder ihre Kommentare zum besten geben und mit dem Furby-“Papa“ diskutieren.

Voller Euphorie hab ich sogar ein Video darüber gedreht wie ich den ersten Kontakt mit den beiden Furblings hatte – quasi einen Furblings-Test gedreht. Wer mag kann sich das Video oder den Testbericht zum Furby Boom bzw. den Furblings ja mal ansehen.

Und wer jetzt behauptet meine Gefühlsausbrüche wären übertrieben:

Wer von den Vätern besteht nicht schon seit dem ersten Kindergeburtstag des Sohnes auf den möglichst baldigen Kauf einer Carrera-Bahn??! 🙂

 

 

9 thoughts on “Ein alter Bekannter im Kinderzimmer

  1. Diese possierlichen Tierchen kenne ich , unsere Zwillinge haben jeweils einen kleinen zu Weihnachten bekommen und wollen nun weitere, Ostern kommt bestimmt :))))

  2. Furby!!! Ja, an das kleine Kerlchen kann ich mich auch noch gut erinnern! Die kamen zu der Zeit der Tamagotchis, oder?
    Manchmal war man dann als Mutter schon ein bisschen froh, wenn die Batterie alle war 😉
    LG
    Sabienes

  3. Die gibt´s noch oder wieder? Aber irgendwie kommt ja alles wieder, fast wie in der Mode. Ich denke, wenn´s den Kindern gefällt ist das auch OK, obwohl sie ja auch einen gewissen Stressfaktor hatten.

  4. Furby ist wieder da! Eine Freundin von mir hatte einen aus der vorigen Generation. Leider ging er nicht richtig und hat uns eher erschreckt als das er Spaß gebracht hätte. Die Neuen schauen wirklich toll aus. Danke für den ausführlichen Bericht.

  5. Vielen Dank für den ausführlichen Artikel. Eigentlich bin ich sehr kritisch, was die Verwendung von Apps betrifft. Besonders bei Kinderspiele ist es mir ein Übel, aber hier ist es doch sinnvoll. Werde es mir genauer ansehen.

  6. Ich habe meinen Furby damals geliebt und hoffe dass er auch weiterhin nachfolgende Generationen begeistern wird. In ein paar Wochen wird aber ein vom Prinzip her ähnliches Produkt auf den Markt kommen. Es nennt sich „Hatchimals“ und wird zunächst aus einem Ei schlüpfen. Sobald es das Tierchen das Licht der Welt erblickt hat, durchläuft es verschiedene Entwicklungsphasen und man hilft ihm dabei erwachsen zu werden. Finde da klingt irgendwie nach einer Mischung aus einem Furby und einem Tamagotschi. So wirklich etwas kann ich mir darunter noch nicht vorstellen, vor allem weil der Hersteller noch ein großes Geheimnis daraus macht, wie es ausehen wird. Ich bin aber auf jeden Fall gespannt.

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