Corona-Trend Angeln

Bedingt durch die Corona-Pandemie ist ein traditionelles Hobby nun wieder verstärkt in den Fokus gerückt: Das Angeln. Besonders junge Menschen interessieren sich immer häufiger für die ruhige und nahezu meditative Freizeit-Aktivität.

Dies kann ebenfalls der Verband der Deutschen Angelfischer bestätigen. Die Berichte von Kartenverkaufsstellen, Vereinen und Verbänden zeigen, dass seit dem Pandemieausbruch das Interesse am Angeln, verglichen mit dem Vorjahr, stark gestiegen ist – und das nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa.

Um das Angeln zu betreiben, ist einiges an Fachwissen nötig – zumindest, wenn ein offizieller Angelschein angestrebt wird. Ein sogenannter Stockangelschein kann in vielen Kommunen und Städten bereits für rund 30 Euro erhalten werden und erlaubt, in bestimmen Bereichen zu angeln. Natürlich ist auch eine gewisse Ausrüstung für das Angeln notwendig, wie beispielsweise diese Wathosen.

Der Angelschein

Angler werden häufig mit Vorurteilen konfrontiert, beispielsweise werden sie als Tierquäler oder alte Männer mit Westen bezeichnet. Wie in allen Bereichen des Lebens finden sich natürlich auch unter den Anglern einige schwarze Schafe, allerdings geht es beim Angeln vorrangig darum, in Kontakt mit der Natur zu treten, anstatt nur den Adrenalin-Kick zu spüren, wenn die Beute endlich am Haken hängt. Das Gefangene kann schließlich auch als natürliches Nahrungsmittel dienen.

Daher sollten diejenigen, die sich mit dem Angeln beschäftigen näher beschäftigen möchten, ein wenig Geld und Zeit investieren, um die Fischerprüfung in Angriff zu nehmen. Durch diese besteht ein Nachweis, dass die Sachkunde im Bereich des Angelns bestanden wurden.

In vielen Bundesländern ist ein Fischerei- beziehungsweise Angelschein die Voraussetzung dafür, um überhaupt angeln zu dürfen. Die Kosten für die Prüfung betragen circa 150 bis 450 Euro, inklusive der nötigen Vorbereitungskurse.

Warum ist die Prüfung notwendig?

Beim Angeln kann es zu zahlreichen Situationen kommen, die für Laien schnell zu einem großen Problem werden. Hängt zum Beispiel endlich ein Fisch an der Angel, muss eine waidgerechte Tötung des Fangs vorgenommen werden. Bei dieser findet im ersten Schritt eine Betäubung durch gezielte Schläge auf den Kopf statt. Danach folgt die Tötung durch einen Kiemen- oder Herzstich. So wird verhindert, dass die Tiere unnötig leiden.

Darüber hinaus gibt es allerdings auch die Catch-and-Release-Methode. Dabei werden die Fische, nachdem sie gefangen wurden, wieder ins Wasser entlassen. Kritik muss aber auch dieses Verfahren einstecken.

Im Zuge der Fischerprüfung werden ebenfalls die Geräte- und Fischkunde vermittelt, wie auch wichtige Informationen zum Umwelt- und Tierschutz sowie der Schonzeiten der Fische.

Ein schlechtes Gewissen müssen Angler grundsätzlich nicht haben, denn das Hobby zeugt durchaus von Umweltbewusstsein. Ein selbstgefangener Fisch zieht sogar weniger negative Umweltauswirkungen nach sich, als der Gemüseanbau.

Vielfältiges Angeln

Die ruhigste und gemächlichste Variante des Angelns stellt das sogenannte Plumps-Angeln dar. Damit ist das bekannte Auswerfen, Sitzen und Warten auf den Fang gemeint. Darüber hinaus gibt es aber beispielsweise auch noch das Spinnfischen, bei dem der Fokus auf den Fang von Raubfischen liegt oder das Fliegenfischen, bei dem eine deutlich höhere körperliche Aktivität erforderlich ist.

Ein simples Angelset ist für Anfänger allerdings vollkommen ausreichend. Eine Beratung in einem Fachgeschäft ist dabei stets eine gute Idee. Die Sets sind bereits zu Preisen von rund 100 Euro erhältlich.