Was man über den HIV-Test wissen sollte

Vermutlich ist alleine das Auftauchen dieser Frage schon sehr emotional. Wichtig ist jetzt, Ruhe zu bewahren und alle sinnvollen weiteren Schritte einzuleiten. Wenn es einen riskanten Sexualkontakt gab, etwa weil er ohne Schutz stattfand oder man den Partner, die Partnerin nicht wirklich kannte, besteht ein gewisses Infektionsrisiko. Hier ist es wichtig, auf den Bauch zu hören. Eine HIV-Infektion hat nicht zwingend eine zeitnahe Erkrankung zur Folge! Dennoch stecken Menschen, die das Virus tragen andere damit an. Es gibt zwei Testmethoden. Bei der einen, dem Antikörper-Test, wird im Blut des Patienten nach Antikörpern, also einer Immunreaktion auf den HIV-Erreger gesucht. Dieser Test ist sehr zuverlässig, aber erst etwa drei Monate nach Infektion aussagekräftig. Der andere ist der Antikörper-Antigen-Test. Hier wird zusätzlich noch nach Bestandteilen des Virus selbst gesucht. Diese Methode kann schon etwa sechs Wochen nach einer möglichen Infektion zu einem verlässlichen Ergebnis führen. 

Wohin kann man sich wenden?

In jeder größeren Stadt gibt es Beratungsstellen oder ein Gesundheitsamt. Hier ist ein Test in relativer Anonymität möglich. Das Manko: Beide Anlaufstellen verwenden häufig Schnelltests. Sie werden auch Screening Tests genannt und melden tatsächlich nur „positiv“ oder „negativ“. Es gibt verschiedene Gründe, warum ein solcher Test falsch-positiv oder auch falsch-negativ ausfallen kann. Vor allem bei einem positiven Ergebnis ist daher schnelle Diagnostik der richtige nächste Schritt. Einen ersten Überblick können sich Betroffene aber auch mit einem Test für den Heimgebrauch verschaffen. Wichtig sind hier: gut verständliche Anleitung, einfacher Testablauf und ausreichend hohe Sensitivität der Testmethode. Im Internet stehen solche Tests zur Verfügung, ein gutes Beispiel ist auf https://www.hivheimtest.de zu finden. In Deutschland laufen derzeit Initiativen, diese Tests auch in den Einzelhandel, also etwa Apotheken, zu bringen. 

Sind Heimtests sinnvoll?

Die Antwort ist: Ja! Sie erlauben Betroffenen, sich einen ersten Überblick zu verschaffen und das in vertrauter Umgebung und in aller Stille. Zunächst erfährt niemand davon, und man muss weder Fragen beantworten noch intime Dinge einem Fremden gegenüber offenbaren. Für viele Menschen ist eine mögliche HIV-Infektion ein Schock. Die Idee, Details aus dem eigenen Intimleben offenlegen zu müssen, schreckt heftig ab. Man entscheidet sich dann, das Ganze einfach zu vergessen. Eine verständliche, aber unter Umständen gefährliche Wahl. Selbst im schlimmsten Fall, wenn also eine Infektion stattgefunden hat, bietet die Medizin inzwischen hervorragende Möglichkeiten, dass Virus zu kontrollieren und den Ausbruch von AIDS zu verzögern oder gar ganz zu verhindern. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass eine Infektion möglichst früh festgestellt sein muss. 

Wie geht es weiter?

Im Falle eines positiven Heimtests sollte man sich so schnell wie möglich an seinen Arzt wenden. Dieser steht unter Schweigepflicht, was also besprochen wird und welcher therapeutische Weg eingeschlagen wird, bleibt in der Praxis und wird nicht weiter getragen. Ist der Test negativ so bedeutet dies nur, dass im Moment keine Infektion nachweisbar ist. Sicherheitshalber ist es sinnvoll, ihn etwa ein halbes Jahr nach dem Risikokontakt zu wiederholen. Jeder Mensch ist anders und so reagiert auch jedes Immunsystem anders. Auch beim Ergebnis „negativ“ sollten beim Geschlechtsverkehr geeignete Schutzmaßnahmen ergriffen werden, bis eine Bestätigung vorliegt. 

4 thoughts on “Was man über den HIV-Test wissen sollte”

  1. Ich nehme stark an, dass meine Vorposterin HIV gemeint hat^^ Man muss aber fairerweise sagen, dass auch Krebs eine schlimme Krankheit ist und ich hoffe auch sehr, dass man sie in ferner Zukunft heilen kann.

  2. Sehr interessanter Bericht,
    es ist sehr bemerkenswert, dass man mittlerweile in der heutigen Zeit die Möglichkeit hat den HIV-Test von zuhause aus zu führen. Ich finde auch, dass die Anoymität des HIV-Tests sehr wichtig ist.

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