Abnehmen – wann ist eine OP sinnvoll?

Für Menschen, die unter einem starken Übergewicht leiden, stellt es eine überaus große Herausforderung dar, endlich abzunehmen. Schließlich finden sich durchaus auch Fälle, in denen gewisse Ursachen dazu führen, dass die Kombination aus Diät und Sport nicht zu dem gewünschten Erfolg führt.

Eine alternative Lösung besteht dann in den sogenannten bariatrischen Eingriffen. So werden chirurgische Eingriffe bezeichnet, die dazu dienen, das Gewicht bei einem überdurchschnittlich hohen Übergewicht oder Adipositas zu reduzieren. Dazu gehören so beispielsweise auch die verschiedenen Methoden der Fettabsaugung. Allerdings stehen daneben auch nicht-chirurgische Möglichkeiten zur Verfügung, wenn für das Abnehmvorhaben keine Operation in Kauf genommen werden möchte.

Welche Methoden zur Verfügung stehen, um das Übergewicht auch ohne OP zu verlieren und in welchen Fällen es empfehlenswert ist, doch auf eine OP zurückzugreifen, wird im folgenden Beitrag erklärt.

Alternativen zu einer Operation für die Gewichtsreduktion

Geht es um ein effektives Abnehmen ohne OP, besteht ein bewährter Weg darin, die Portionsgrößen zu reduzieren, um so im Gesamten weniger Nahrung aufzunehmen. Eingesetzt wird dazu ein sogenannter Magenballon oder eine Magenverkleinerung in Form des pose-Verfahrens – eine OP ist bei diesen beiden Methoden nicht notwendig.

Durch die Speiseröhre wird der Magenballon in den Magen geführt und anschließend mit einer Kochsalzlösung gefüllt. So wird im Magen der Füllungsgrad erhöht. Die Folge besteht darin, dass das Sättigungsgefühl schon eintritt, nachdem nur eine geringe Menge Nahrung aufgenommen wurde. In der Regel erfolgt die Entfernung des Magenballons dann nach sechs Monaten.

Im Gegensatz dazu gestaltet sich die pose-Behandlung dauerhaft. In den Magen wird durch die Speiseröhre ein Endoskop eingeführt, welches genutzt wird, um die Magenwand zu falten. Das Volumen des Magens verkleinert sich so und bereits nach einer geringen Menge an aufgenommener Nahrung wird ein Sättigungsgefühl verspürt.

Die Vorteile der nicht-operativen Methoden

Von den Konzepten zur Gewichtsreduktion ohne OP geht im Allgemeinen der Vorteil aus, dass sich diese als weniger zeitintensiv und schonender zeigen, etwa im Gegensatz zu einem Magenband, einem Magenbypass oder einer chirurgischen Magenverkleinerung. Daneben fällt selbstverständlich auch das Risiko für eventuelle Komplikationen wesentlich niedriger aus und es sind keinerlei oder lediglich sehr kurze Ausfallzeiten einzuplanen..

Daneben zeigen sich die Ergebnisse der vorgestellten Methoden in der Regel als dauerhaft, da sich der Körper im Laufe der Zeit an die kleineren Portionsgrößen und das mit ihnen verbundene, schnell einsetzende Sättigungsgefühl gewöhnt. Jedoch stellen die beiden Verfahren ebenfalls die richtige Wahl dar, wenn es sich um einen stark adipösen Patienten handelt, der sein Gewicht im Vorfeld einer bariatrischen Operation reduzieren muss.

Wann lässt sich auf eine Operation nicht verzichten?

Allerdings gibt es natürlich auch Fälle, in denen etwa nach der Entfernung des Magenballons das verlorene Gewicht doch wieder zugenommen wird, da die Portionsgrößen im Laufe der Zeit erneut erhöht werden, sodass auch über das Sättigungsgefühl hinaus gegessen wird. Ist dies der Fall und das Übergewicht beeinträchtigt die Gesundheit und die Lebensqualität in hohem Maße, kann in der Regel nicht auf einen chirurgischen Eingriff verzichtet werden.

Daneben erleben es viele Betroffene auch, dass sie zwar durchaus erfolgreich abnehmen und ihr Übergewicht so nicht mehr in einem gesundheitskritischen Bereich liegt, jedoch dennoch Körperbereiche zu finden sind, an denen die ungeliebten Fettpolster einfach nicht verschwinden möchten. In einem solchen Fall muss zwar nicht auf eine operative Magenverkleinerung oder ein Magenband zurückgegriffen werden, jedoch kann eine professionelle Fettabsaugung durchaus dafür sorgen, dass endlich die lang ersehnte Traumfigur erreicht wird.