Wie man einen unvergesslichen Pokerabend veranstaltet

Es wird gespielt von Jung bis Alt, von Arm bis Reich und von Ost nach West. Poker ist ein Spiel, das alle miteinander verbindet. Jeder kennt es, auch wenn vielleicht nicht jeder die Regeln so genau kennt. Doch Poker ist ein Spiel der Gemeinschaft – warum also nicht mal einen Pokerabend planen, den keiner mehr so schnell vergessen wird? So kann’s gehen:

Wie das Pokerspiel selbst, braucht auch ein Pokerabend klare Regeln. Wichtig ist vor allem festzulegen, welche Pokervariante überhaupt gespielt werden soll. Das wohl berühmteste Kartenspiel kann man nämlich nicht nur auf eine Weise zelebrieren. Die bekannteste und meist angebotene Variante ist die sogenannte Texas Hold’em. Eine spannende Alternative ist jedoch die Omaha High-Low Variante. Denn hier gewinnen nicht nur die guten hohen, sondern auch die guten niedrigen Blätter. Wer mit den Regeln nicht ganz vertraut ist und diese oder auch andere Varianten erst einmal versuchen will bevor man sich entscheidet, ist beim Online-Poker gut aufgehoben. Diesen Tipp kann man auch an seine Mitspieler weitergeben, wenn diese ebenfalls erst noch etwas üben möchten bevor es am Tisch um richtige Einsätze geht.

Hier entscheiden wir uns für die Spielvariante Omaha High-Low, denn sie allein bringt schon ordentlich Pfeffer mit, da die Spieler eine gute Entscheidungskraft brauchen. Der Vorteil ist, dass es am Ende zwei Gewinner gibt. Dementsprechend wird auch der Pott geteilt. Diese zweifache Gewinnchance kann man ebenfalls nutzen, um den Abend noch spannender werden zu lassen. Dazu aber später mehr.

Die richtigen Voraussetzungen schaffen

Da die Spielvariante nun gewählt wurde, muss man sich darum kümmern auch Mitspieler zu finden. Es dürfen nicht zu viele, aber auch nicht zu wenige Freunde kommen – optimal ist eine Spieleranzahl von acht bis zehn. Es ist ratsam eine Konstellation zusammenzustellen, bei der jeder in etwa das gleiche Geldverständnis hat, damit der Eifer sich gleicht. Die Geschlechter sollten nach Möglichkeit gemischt sein, denn das bringt ebenfalls mehr Spannung.

Apropos Geld, zuvor sollte sich der Gastgeber genau überlegen, wie hoch die Einsätze sein sollen, was das Einsatzlimit ist und festlegen, zu welchem Zeitpunkt die Blinds erhöht werden sollen. Außerdem sollte er auch eventuelle Spielanfänger anweisen, sich die Pokergrundregeln und variantenspezifischen Regeln von Omaha High-Low anzueignen, damit es am Spieleabend zu keinen unnötigen Verzögerungen kommt. Ist die potentielle Teilnehmerliste angefertigt, muss man noch einen passenden Zeitpunkt finden. Hier ist es hilfreich Umfragetools zu nutzen, wie man sie mittlerweile bei Facebook und Twitter finden kann oder man erstellt einen Doodle-Umfrage. So sieht man schnell auf einen Blick wer wann genau kann. In der Einladung sollte zudem erwähnt werden, dass einen an jenem Abend noch ein paar Überraschungen erwarten werden, um die Neugierde zu steigern.

 

Habe ich alles was ich brauche?

Bei einem Pokerabend gibt es Dinge, die einfach nicht fehlen dürfen, ganz gleich wie viel Budget man zur Verfügung hat. Ganz oben auf der Liste steht selbstverständlich ein Pokerkoffer. Optimaler Weise hat man auch einen Pokertisch zur Verfügung. Da dies aber sehr wahrscheinlich nicht der Fall sein wird, sollte man zumindest einen Tisch bereitstellen, der groß genug ist. Für den kann man dann vielleicht noch eine passende Pokerauflage bestellen, damit es wenigstens so aussieht wie ein echter Pokertisch. Wer selbst kein Pokerface-Profi ist, dem empfiehlt es sich für den Abend eine Sonnenbrille bereit zu halten. Das sollte unbedingt auch in der Einladung stehen, aber als guter Gastgeber, hat man mindestens eine Ersatzbrille bereit.


Wichtig ist natürlich auch, dass die Atmosphäre an dem Abend stimmt. Perfekt wäre natürlich ein mystisch-gemütlicher Kellerraum, doch solange man genug Platz um den Pokertisch hat sollte jeder Raum gut genug sein. Das richtige Licht und die passende Musik sind ebenfalls ein großer Faktor. Es darf nicht zu hell oder zu dunkel sein und die Musik nicht zu aufwühlend oder zu entspannend. Dimmbares Licht und eine schöne Jazzplaylist sind schon ein guter Anfang. Alternativ bieten auch diverse Streamingdienste Playlists für Pokerabende, die oft von eigenen Nutzern zusammengestellt wurden.

Alles muss stimmen

Für die perfekte Atmosphäre sollte man für den Abend auch einen Dress-Code festlegen. Besonders reizvoll ist ein eleganter Kleidungsstil, am besten schicke Abendgarderobe. So kommt man auch mal wieder dazu, sich so richtig aufzubrezeln.

Für den kleinen Hunger sollte man passende Snacks bereitstellen, die man während des Spiels problemlos essen kann. Da man als Gastgeber auch selbst mit dem Spielen beschäftigt ist, empfiehlt es sich, schon im Voraus Sandwiches zu schmieren oder andere Köstlichkeiten vorzubereiten. Geeignete Rezepte dazu findet man auch hier. Knabbereien wie Chips, Salzgebäck, Nüsse, Gummibärchen und Co. dürfen natürlich auch nicht fehlen. In kleinen Schalen kann man das auf dem Pokertisch selbst platzieren. Besser wäre es jedoch, diese auf einem separaten Tisch in greifbarer Reichweite abzustellen. Servietten dabei nicht vergessen.

Neben dem Essen, sollte man natürlich auch ein paar Getränke zur Auswahl haben. Klassische Pokerbegleiter wie Scotch auf Eis sollte man ebenso im Repertoire haben wie alkoholfreie Alternativen für Autofahrer. Wein und Bier oder gar Cocktails sowie Sekt bieten sich ebenfalls an. Bei einem Pokerabend sollte man sich die alkoholischen Getränke jedoch ausschließlich für den Genuss genehmigen und sich nicht damit beschwipsen.

Mit dem Trinken kommt dann aber auch früher oder später der Harndrang. Hierfür sollte man unbedingt im Voraus klare Pausenzeiten festlegen. Wer zudem nichts gegen den Qualm in der eigenen Bude hat, kann auch grünes Licht für Zigarrenliebhaber geben. Das macht die Atmosphäre erst pokerisch.

 

Zu guter Letzt, sollte man ebenfalls festlegen, in welchen Zeitintervallen die Blinds erhöht werden und schauen, dass der Dealerchip regelmäßig rotiert wird. Auch eine Alternative für Teilnehmer, die schon frühzeitiger in der Runde ausgeschieden sind, sollte bereitstehen.

Jetzt wird gespielt

Nachdem nun alles vorbereitet und durchgeplant ist, kommen wir zum eigentlichen Pokerspiel, denn das ist schlicht und ergreifend das wichtigste an einem Pokerabend. Wie schon zu Anfang erwähnt empfiehlt sich die Pokervariante Omaha High-Low zu spielen, denn dadurch, dass es definitiv zwei Gewinner geben wird, erhöht sich logischerweise auch die eigene Gewinnchance. Es darf aber unter keinen Umständen verraten werden, ob man zu high oder low tendiert. Um es dabei noch spannender zu machen, kann man bei einer geraden Teilnehmeranzahl die Spieler in Zweierteams einteilen mit dem Ziel, dass ein Team den gesamten Pott abstaubt. Jedoch darf man auch im eigenen Team nicht bekanntgeben, wer in welche Richtung tendiert. Sollten Paare anwesend sein, dürfen diese nicht zusammenspielen. Am besten legt der Gastgeber die Teams im Vorhinein fest. Über den Abend verteilt bleiben die Spieler in den selben Teams und erzielen pro Spiel Punkte. Diese werden nach Einzelspieler addiert, denn sollte mal ein Teamkollege aussteigen, muss auch der verbliebene noch Punkte sammeln können.
Wer bei Rundenende Erster ist – an beide Richtungen denken (!) – erhält fünf Punkte, der Zweite drei Punkte und der Dritte einen Punkt. Wenn Teampartner auf dem gleichen Platz in entgegengesetzten Richtungen liegen, erhält das Team fünf zusätzliche Punkte. So sammelt jeder Spieler für sein Team Punkte. Bei der letzten Pokerrrunde verdoppeln sich die Punkte. Sollte herauskommen, dass sich Teams abgesprochen haben, gibt es Strafpunkte und die Teilnehmer scheiden für die Runde sofort aus. Welches Team dann am Spielabendende auf dem ersten Platz liegt, bekommt eine Überraschung. Da es an dem Abend aber primär um Spaß geht, kann dies gerne ein Gag-Geschenk sein, denn nicht jeder kann sich als Gastgeber teure Preise leisten. In jedem Fall, sollte es aber für beide Teammitglieder nutzbar sein.

Für zusätzlichen Spielespaß kann man während des Pokerns ein weiteres Spiel mit einfließen lassen. Und zwar Wer bin ich? – hier bietet es sich besonders an Charaktere zu nehmen, die in Pokerfilmen oder Filmen, die generell das Thema Glücksspiel aufgreifen, zu wählen. Hier gäbe es zum Beispiel Filme wie James Bond 007 Casino Royal, Rounders oder Shade. Da jedoch nicht jeder Gast jeden Film kennt, sollte man die möglichen Charaktere irgendwo mit einem passenden Bild auflisten. Wer zuerst errät, welcher Charakter er ist, bekommt zehn Punkte auf das Teamkonto (bei 10 Teilnehmern), neun der nächste, acht der nächste usw. Pro Zug am Pokertisch darf man also ebenfalls eine Frage zu seinem Charakter stellen. Unter allen Teilnehmern weiß allerdings nur eine Person, welchen Charakter man hat – diese wird asynchron zum Teampartner vom Gastgeber ausgewählt. Dieses Spiel sollte jedoch erst nach ein paar Runden Poker begonnen werden, damit der Reiz nicht verloren geht. Zudem darf es nur am Pokertisch gespielt werden. Wer also am Tisch ausscheidet muss eine Runde lang warten. Wer gegen die Regeln verstößt, heimst dem Team Strafpunkte ein.

Der Gastgeber ist der Spielemacher und Chef des gesamten Abends und jeder muss sich an die festgelegten Regeln halten. Dies muss vorher klar sein, damit der Spielespaß nicht zerstört wird. Deswegen ist es auch ratsam Teilnehmer auszusuchen, die kein Problem mit dem Verlieren haben. Jetzt heißt es also, Termin wählen, alles vorbereiten und los geht’s mit dem legendären Pokerabend. Je kreativer der Gastgeber, desto mehr Ideen kann er einfließen lassen um den Abend noch unvergesslicher zu machen. Das Pokerspiel darf man am Pokerabend aber unter keinen Umständen aus den Augen verlieren. Also: Möge das beste Team gewinnen.